Jüd:innen waren schon immer ein wichtiger Teil politischer, sozialer und widerständiger Bewegungen. Dennoch wird oft vergessen, ihre tragende Rolle zu erwähnen. Als Folge wird die Bedeutung von Jüd_innen in politischen Kämpfen häufig vergessen. Auch behinderte Menschen bleiben in ihrer Widerständigkeit oft unsichtbar. Ihre Kämpfe werden nicht wahr- und nicht ernstgenommen.

Ziel ist es, Parallelen zwischen diesen Erfahrungen zu ziehen, aber auch aufzuzeigen, wo behinderter Widerstand jüdisch war/ist oder jüdischer Widerstand behindert.

Teilnehmer*innen sind im Sinne der jüdischen Idee, dass Wissen erst zwischen Menschen entsteht und nicht von einer Person kommt, herzlich dazu eingeladen, sich mit ihren Fragen, Gedanken, Erfahrungen und ihrem Wissen am Austausch zu beteiligen.


Vortrag

Mark Zaurov (Historiker, DGS-Dolmetscher)

Veranstaltungsvideo in DGS 

 

Wann: 20.10.23

Uhrzeit: 18-20:00

Wo: Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Seminarraum 1, Hardenbergstraße 22-24

DGS- Dolmetschende werden anwesend sein.

Tag der Gehörlosen am 23.09.23

Der internationale Tag der Gehörlosen findet jedes Jahr jeweils am letzten Sonntag im September statt. Am 23.09.23 war es daher wieder soweit und wir haben zu unserem jährlichen Straßenfest in der Friedrichstraße 12 eingeladen. Hier haben wir über unsere Angebote informiert und einen Raum für Austausch geschaffen. 

Danke an alle, die dabei waren!

Der internationale Tag der Gehörlosen wurde im Jahr 1951 von dem Weltverband der Gehörlosen (WFD) eingeführt. Wie viele Gehörlosen-Verbände nehmen auch wir diesen Tag zum Anlass, um auf die Situation der bundesweit ca. 80.000 gehörlosen Menschen aufmerksam zu machen und für die Gebärdensprache zu werben.

https://welcher-tag-ist-heute.org/aktionstage/tag-der-gehorlosen

Was heißt es eigentlich, politisch zu sein? Was sind politische Themenfelder – und was ist überhaupt Politik?
 
Gemeinsam mit euch möchten wir uns mit diesen Fragen beschäftigen. Und wir möchten von euch erfahren: Welche Themen sind euch persönlich wichtig? Wozu würdet ihr gerne mehr erfahren, worüber wollt ihr diskutieren?
 

Zu diesen Themen werden wir in Zusammenarbeit mit der Berliner Landeszentrale für politische #Bildung #Workshops entwickeln. 

Wir sind gespannt auf eure Vorschläge!

 

Hier die wichtigsten Infos im Überblick

Wann? 25.08.2023, 18-20:00 Uhr 

Wo? Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, Seminarraum 1

 Eine Anmeldung ist freiwillig unter pfautsch@sinneswandel-berlin.de möglich.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit euch!

Verkannte Menschen

Filmvorführung und Podiumsdiskussion

In der Weißenseer Parkstraße 22 steht es noch heute: Das Gebäude der jüdischen Internatsschule, in der Taube Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland lernten. Vor 150 Jahren gründete der jüdische Pädagoge Markus Reich diese zu ihrer Zeit vorbildliche Bildungsstätte. Der Film »Verkannte Menschen« klärte 1932 über das Leben Tauber Menschen auf und warb für Akzeptanz.

Aus diesem Anlass fand am 06.07.23 eine Filmvorführung mit Vortrag und Podiumsdiskussion im Kino Toni am Antonplatz statt. 

Die Veranstaltung wurde moderiert von unserer Mitarbeitenden Stephanie Raith-Kaudelka. 

Das Programm:

18.00 Uhr: Begrüßung

18.15 Uhr: Vortrag zur Geschichte der »Israelitischen Taubstummen-Anstalt« durch Mark Zaurov, Interessengemeinschaft Gehörloser jüdischer Abstammung in Deutschland e.V. (IGJAD)

19.15 Uhr: Vorführung des Stummfilms »Verkannte Menschen« (Regie: Alfred Kell, Deutschland 1932) mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen

20.00-21:00 Uhr: Diskussion „Jüdische Taube Geschichte sichtbar machen. Wie gelingt inklusive Erinnerungskultur in Schule, Museen und Stadtgesellschaft?“ mit Debora Antmann (Jüdisches Museum Berlin), Olga Pollex (Ernst-Adolf-Eschke Schule), Mark Zaurov (IGJAD) u. a.

Ein Kooperationsprojekt von:

Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragte des Bezirksamts Pankow, Stolpersteingruppe Weißensee, Landeszentrale für politische Bildung

Vasilka und die Gebärdensprache ist ein Kinderbuch von Carol Geraldes und Selina Jessat über die Wertschätzung von Gebärdensprache und die Kultur von Tauben Menschen.

Gemeinsam mit Vasilka, der gehörlosen Protagonistin des Buchs, begeben sich die Leser_innen auf eine Reise in die Welt der Gehörlosen, lernen die Gebärdensprache kennen und ihre Geschichte sowie Taube Kultur. Das Buch bricht mit dem vorherrschenden Bild von Gehörlosigkeit als Defizit und fördert stattdessen Vielfalt und Toleranz. Es ist ein Mitmach-Buch. So laden die bunten Illustrationen von Joana Nogueira dazu ein, das Fingeralphabet und erste Gebärden auszuprobieren.

Produziert wurde das Buch von der Sinneswandel gGmbH, mit Unterstützung von Der Paritätische Berlin. Es richtet sich vor allem an Kinder im Grundschulalter, sowie an Eltern und pädagogische Fachkräfte.

Das Buch hat eine Auflage von 1000 Stück und wird kostenlos an Schulbibliotheken geliefert.
Auch Privatpersonen können es bestellen bei: pr@sinneswandel-berlin.de.

Am Sonntag, den 7. Dezember finden im Theater an der Parkaue unter dem Titel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zwei Tanzstücke von und mit gehörlosen und schwerhörigen Kindern statt, darunter sieben Kinder des Sinneswandel Horts an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule.

Die Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren zeigen tänzerische, musikalische und schauspielerische Szenen zu ihren Themen, Träumen und Perspektiven. Enstanden sind die Tanzstücke mit Unterstützung der Choreographin Vanessa Huber und des Musikers, Performers und Regisseurs Lorenz Huber vom tanzApartment.

Beginn der Vorstellung ist um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Anmeldung erforderlich unter folgendem » LINK

Ein Kooperationsprojekt von:
Förderband e. V. Kulturinitiative Berlin, Sinneswandel gGmbH an der Ernst-Adolf-Eschke-Schule, Margarethe-von-Witzleben-Schule und Contra Medienwerkstatt e.V.

Die Veranstaltung wird gefördert von:
ChanceTanz, einem Projekt des Bundesverband Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des BMBF.

Taube Menschen sind besonders oft Opfer von Gewalt. Diesem wichtigen Thema widmet sich vom 17.-28. November 2014 die Projektwoche „Kampagne gegen Gewalt an Gehörlosen“, an der auch Sinneswandel mit mehreren Beiträgen beteiligt ist und zu der wir Sie herzlich einladen. Das vollständige Programm erfahren Sie » auf der Internetseite von Taub.Gewalt.Stop.

Sinneswandel ist beteiligt mit einem Filmprojekt zum Thema „Gewalt unter uns – Erfahrungen von tauben Jugendlichen“ am Montag, den 17.11. um 18:30 Uhr (in Kooperation mit jubel3) und mit einer Kunst-Ausstellung zum Thema „Ich – Du – Grenzen und Gewalt“. Die Eröffnungsfeier der Ausstellung findet am Dienstag, den 18.11. um 17 Uhr statt.

Alle Veranstaltungen sind in Deutscher Gebärdensprache (DGS) oder in Lautsprache mit Gebärdensprachdolmetscher/innen.