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Fachtagung „Fit im Beruf“ in DGS für taube Fachleute in sozialen Berufen


Nach unserer ersten erfolgreichen Fachtagung für taube Fachleute in sozialen Berufen von 2017 folgt nun die zweite Tagung. Unter dem Motto „Fit im Beruf“ findet sie vom 09.05.-11.05.2019 (von 9:00 – 17:00 Uhr) wieder in Berlin-Kreuzberg statt.

Die Fachtagung wird in Deutscher Gebärdensprache, ohne den Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern, durchgeführt. Dadurch entsteht eine einzigartige Plattform, um sich barrierefrei, direkt und in der eigenen Sprache auszutauschen. Für taube Fachleute in sozialen Berufen gibt es im deutschen Gebärdensprachraum leider immer noch zu wenige Möglichkeiten sich barrierefrei fachlich auszutauschen und weiterzubilden. Hier setzten wir mit unserer zweiten Fachtagung einen wichtigen Meilenstein.

In sozialen Berufen sind alle Fachleute enormen körperlichen, seelischen und geistigen Herausforderungen und Belastungen ausgesetzt. Taube Fachleute haben aufgrund ihrer Peer-Situation, sehr häufig einen hohen Identifikationsgrad mit ihren Klienten_innen und zusätzliche Mühe sich abzugrenzen, um einen professionellen Umgang mit der angemessenen Nähe und Distanz zu finden. Darüber hinaus arbeiten sie in interkulturellen Mischkonstellationen, werden nicht selten mit den Vorurteilen und Vorbehalten von nichtgebärdensprachige Kollegen_innen, Angehörigen und Institutionen konfrontiert und leisten häufig auf vielen Ebenen wertvolle Pionierarbeit. Auch in ihrer täglichen Gesprächsführung mit Hörenden und Gebärdensprachdolmetschern stehen sie vor vielen kommunikativen Herausforderungen, denen sie sich jeden Tag erneut stellen müssen. Immer wieder müssen kreative Lösungen gefunden werden, um ein gelingende Kommunikationssituationen für alle Beteiligten optimal zu gestalten.

Um der Gefahr des Burnouts vorzubeugen, bietet die Fachtagung fünf verschiedene Themen von fünf verschiedenen Referent_innen:

Am Donnerstag, den 09.05.19 eröffnet Armin Zier die Fachtagung mit dem Thema „Ressourcenorientiertes Arbeiten unter biographischen Aspekten“. Er wirft einen Blick auf die Herausforderungen des sozialen Arbeitsfeldes und wie wir ihnen effektiv mit unseren individuellen Möglichkeiten begegnen können.

Am Freitag, den 10.05.18 gibt Ines Helke Einblicke in die kulturelle und kommunikative Vielfalt der Teamarbeit. Julia Zeiss und Lena Brückmann runden den Tag mit „Tipps zu professionelles Auftreten in einer Dreieckskommunikation zwischen GL/HD/Dolmi“ ab.

Am Samstag, den 11.05.19 zeigt uns Betty Schätzchen wie wir trotz des stressigen Berufs geistig, seelisch und körperlich gesund bleiben können. Dies erfolgt sowohl theoretisch, als durchaus auch sehr praktisch. Zum Abschluss des Tages resümieren wir gemeinsamen die Tagung und fassen die Ergebnisse und Thesen zusammen. Zudem gibt es zum Ende auch Zeit für persönliche Rückmeldungen und Ausblicke.

Das gesamte Programm finden Sie hier: » Programm 2019.

Die Tagungskosten betragen 280 Euro inkl. Verpflegung. Die Übernachtung und Anfahrt müssen selbst getragen werden.

Bei Rückfragen bitte an die verantwortlichen Ansprechpartnerinnen Stephanie Raith-Kaudelka, Jenny Igersky und Monika Krieg unter » fachtagungdgs@gmail.com wenden.

Anmeldeschluss für die Fachtagung ist am 28.02.2019.
Nutzen Sie hierfür bitte das » Anmeldeformular.


Seminarreihe: Persönliches Budget

Beschreibung
Seit 2008 haben Menschen mit Behinderung einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Das Persönliche Budget ist eine Leistungsform, die es Menschen mit Behinderungen ermöglichen soll, selbstbestimmt und gleichberechtigt am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. In dem Grundlagenseminar erwerben Sie Basiswissen zum Persönlichen Budget. Anhand von Praxisbeispielen zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Sozialen Teilhabe werden die vermittelten Grundlagen veranschaulicht und dienen als Orientierung für die praktische Umsetzung. Aufgrund der Aktualität wird in Abgrenzung zum Persönlichen Budget das im Bundesteilhabegesetz verankerte Budget für Arbeit dargestellt.

Inhalt/Module
Grundlagenseminar „Das Persönliche Budget“
- Basisinformationen und Rechtsgrundlagen
- Das Budgetverfahren im Überblick: von der Antragstellung bis zur Bewilligung
- Besonderheiten eines „trägerübergreifenden Persönlichen Budgets“
- Chancen und Hürden des Persönlichen Budgets
- Praxisbeispiele zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Sozialen Teilhabe
- Das Persönliche Budget in Abgrenzung zum Budget für Arbeit

Zielgruppe
Pädagogische Fachkräfte, Fachkräfte der beruflichen Rehabilitation sowie Schwerbehindertenvertretungen und Interessenvertretungen

Termine
05.10.2018 von 9.30 bis 16.30 Uhr (inkl. Pausen)
07.12.2018 von 9.30 bis 16.30 Uhr (inkl. Pausen)
weitere Termine 2019

Veranstaltungsort
Sinneswandel – Förderung gehörloser und hörgeschädigter Menschen in Berlin gGmbH
SprungBRETT in Ausbildung und Arbeit
Reginhardstr. 34, 13409 Berlin

Anmeldung
Bitte nutzen Sie das jeweilige Anmeldeformular:
» Anmeldeformular 05.10.2018
» Anmeldeformular 07.12.2018

Gruppengröße (Besonderheit)
Das Seminar findet in einer kleinen Gruppe von maximal acht Teilnehmenden statt. Wir möchten Ihnen hierdurch einen Rahmen für individuelle Fragen und Wünsche ermöglichen. Im Anschluss an das Seminar steht die Dozentin Ihnen nach Vereinbarung für Rückfragen zur Verfügung.

Dozentin
Heide-Susan Berger, Sinneswandel gGmbH/SprungBRETT (MSc. „Management von Sozialeinrichtungen, Schwerpunkt Kinder- und Jugendeinrichtung“)
Die Dozentin ist qualifizierte Budgetbegleiterin und Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget. Als Bereichsleiterin für Leistungsmanagement und Weiterbildung sowie als Bildungsbegleiterin verfügt sie über langjährige Erfahrungen bei der Um- und Durchsetzung des Persönlichen Budgets im Bereich der schulischen und beruflichen Teilhabe von schwerhörigen und tauben Menschen.

Kosten
Die Teilnahmekosten betragen pro Person 180 EUR (inkl. ges. MwSt.). Diese Gebühr beinhaltet die Teilnahme am Seminar, Seminarunterlagen, einen kleinen Snack und Getränke während des Seminars sowie die Teilnahmebescheinigung. Mittagessen, Fahrt- und Übernachtungskosten sind in der Gebühr nicht enthalten.

Übernachtung
Die Organisation für Übernachtungen wird nicht übernommen. Sie können sich beispielsweise auf folgender Seite informieren: » http://www.berlin.de/tourismus/unterkunft/. Bitte beachten Sie Messezeiten und Großveranstaltungen in Berlin.

Unterstützungsbedarf
Für Begleitpersonen in Form von persönlicher Assistenz oder Arbeitsassistenz fallen keine zusätzlichen Teilnahmekosten an. Die Übernahme der Kosten für eine notwendige persönliche Assistenz oder Arbeitsassistenz ist jedoch nicht in den Teilnahmegebühren inbegriffen.

Zusatzinformationen
Gerne führt die Dozentin auch ein- oder zweitägige Inhouse-Seminare durch. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an » sprungbrett@sinneswandel-berlin.de. Ihnen werden ein individuelles Konzept und ein Kostenangebot erstellt.

Die Sinneswandel gGmbH ist zugelassener Träger AZAV (Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Men- schen am Arbeitsleben nach dem Siebten Abschnitt des Dritten Kapitels des Dritten Buches Sozialge- setzbuch und Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 Absatz 1 Satz 1
Nummer 1 bis 5 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch).



Weiterbildung zum/zur Trainer/in und Berater/in für aggressiv handelnde gehörlose und hörbehinderte Kinder und Jugendliche


Gemeinsam mit einem Team von Expert/inn/en haben die beiden Gewalttrainer/innen Lars Schäfer (Dipl. Sozialpädagoge) und Uli Streib-Brzic (Dipl. Soziologin) das TESYA® Deaf Traningskonzept entwickelt. Für gehörlose, hörbehinderte und gebärdensprachkompetente Menschen bieten sie eine Qualifizierung zum/zur Trainer/in und Berater/in für aggressiv handelnde gehörlose und hörbehinderte Kinder und Jugendliche an.

Die Qualifizierung richtet sich an Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit, Sozialpädagog/inn/en, Erzieher/innen, Psycholog/inn/en sowie Lehrer/innen und Schulsozialarbeiter/innen, die sich in ihrer Arbeit mit aggressiv handelnden gehörlosen und hörbehinderten Kindern und Jugendlichen professionalisieren wollen.

Weitere Informationen erhalten Sie über die » Website des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder e.V.

Das Projekt TESYA® Deaf ist eine Kooperation zwischen dem Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V., dem Institut für genderreflektierte Gewaltprävention und der Sinneswandel gGmbH und wird finanziell unterstützt durch die Aktion Mensch.

Downloads:
» Flyer